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Dass der Schacht Rönsbergshof auch in Förderung genommen wurde, war durch die Kriegsjahre bedingt. Der 26. März 1915 war der Beginn der Kohleförderung. Abgebaut wurden lediglich Fettkohlenflöze von Flöz Sonnenschein, die in gleichmässiger Ablagerung mit nördlichem mittlerem Einfallen ausgebildet waren.
Bis zum Jahre 1926 förderte er insgesamt rd. 2 794 000 t Kohle.
Als mit der Gründung der Vereinigte Stahlwerke AG, Schacht Rönsbergshof Westende zugeteilt wurde, musste auf ihm - mit einer Unterbrechung vom 1. Februar 1928 bis 31. Januar 1929 - die Förderung noch bis Mitte April 1930 aufrechterhalten werden, und die geförderten Kohlen wurden nach dem Kampschacht gefahren, weil damals zwischen den Grubengebäuden von Rönsbergshof und Kampschacht keine Verbindung bestand. Seitdem dann auf der 4. und 5. Sohle die Verbindung hergestellt war, diente der Schacht Rönsbergshof nur noch der Wetterführung. Bis zum 1. Juli 1930 war es Seilfahrtschacht
Die Belegschaft von Rönsbergshof belief sich im Jahre 1915 auf 659 Mann. Die höchste Belegschaftszahl wurde mit 969 Mann im Jahre 1922 erreicht; 1926 betrug sie noch 904 Mann.
Noch ein kurzer personeller Hinweis, der interessieren dürfte:
Der erste Betriebsführer unter Tage von Schacht Rönsbergshof war Anton Krause; für nur 1,5 Monate folgte auf ihn im April und Mai 1919 Ludwig Engelhardt. Dann leitete Betriebsführer Wilhelm Schormann den Schacht, bis zum 31. Mai 1926 und nachmalige Betriebsinspektor von Westende. Vorübergehend war dann Balthasar Kölfen Betriebsführer.
Seit dem 1. Juli 1926 unterstand der Schacht Rönsbergshof dem jeweiligen Betriebsführer des Kampschachtes.
Dass am Dienstagmorgen, dem 28. Juli 1964, etwas Besonderes auf der alten Schachtanlage Rönsbergshof vor sich ging, sah man beim Näherkommen sofort. Auf der Zufahrt zum Schacht und auf dem Schachtgebäude hatten Polizeiposten den Absperrdienst übernommen. Einige Herren waren erschienen, u. a. der Leiter der Schachtanlage Westende, Betriebsdirektor Bergrat a. D. Brand, und sein Betriebsführer Klein, Zechen -Baumeister Buschulte und Revieroberinspektor Schramm vom Bergamt Duisburg, um Zeugen des Niederlegens des noch stehenden Schachtgerüstes zu sein.
Die Abbruchkolonne der Unternehmerfirma Stoppelkamp, die schon seit Wochen mit der Demontage der Maschinen und Eisenteile sowie mit den Vorbereitungsarbeiten zur Niederlegung des Schachtgerüstes beschäftigt war, traf kurz vor 9:00 Uhr die letzten Massnahmen. Ein langes Seil war bereits oben am Gerüst befestigt; es führte zu den in Bereitschaft, stehenden Zugmaschinen - Bagger Raupenfahrzeug und Lastwagen - denn das Gerüst sollte nicht gesprengt, sondern niedergezogen werden. Die Schneidbrenner frassen sich zischend in die Hauptstützen ein.
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