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Schachtanlage Friedrich Thyssen 2/5

Das Ende stand vor der TĂŒr. Am 15. Dezember 1976 brach fĂŒr Hamborns Schacht Friedrich Thyssen 2/5 zum letzten Male der graue Alltag an. Die 80 jĂ€hrige Grube hat bis zur allerletzten Tonne ihre Schuldigkeit getan. Mehr gab  es nicht zu holen. Nun kommt „der Deckel drauf“, wie Zechen Direktor Walter Schwarz sich ausdrĂŒckte. Ein Ende ohne Schrecken, ganz im Gegensatz zu so mancher Zechenschliessung in den letzten Jahren auf Duisburger Boden.

Die Hinterbliebenen sind abgesichert: Verlegung oder Ruhestand. Nicht wenige ziehen den endgĂŒltigen Abschied vom Bergbau einer Verlegung vor. Keine schwarzen Fahnen, keine  ProtestmĂ€rsche. Die Zeiten haben sich geĂ€ndert.

b11Pforte Thyssen 2-5

Doch wenn sich das letzte Mal hinter einem das Zechentor schliesst, wird's einem doch „komisch“, gesteht Heinrich Koslowski, ein Mann der es wissen musste. Er hat das alles schon zweimal erlebt.

Und am Tresen der Eckkneipe fliesst auch schon mal eine TrĂ€ne. PĂŒtt ist nun mal PĂŒtt. Ist er plötzlich nicht mehr da, weiss man erst, was man an ihm gehabt hat.               

 Ansicht 1922 

 Schacht 5       Schacht 25

Thyssen von oben 1934
                                                                                

Das Ende wĂ€re frĂŒher gekommen...

Das Ende wĂ€re um Jahre frĂŒher gekommen, hĂ€tten es die Hamborner Kumpel nicht fertig  gebracht, immer und immer  wieder  eine Schippe draufzulegen. Und dies unter kaum mehr verantwortbaren Bedingungen, bei  fast 40 Grad Hitze in ĂŒber tausend Metern Tiefe.

Das Ende wĂ€re auch frĂŒher gekommen, ruhte in Hamborner Erde nicht eine Kohle von höchster QualitĂ€t. Hamborner Kohle, das war so etwas wie ein Leibgericht fĂŒr die Thyssen – Hochöfen, vornehmlich fĂŒr den  ,,Schwarzen  Riesen“ kaum eine Kohle eignete sich besser fĂŒr die Verkokung, als das schwarze  Gold aus Schacht 2/5.

Und schliesslich: Das Ende wĂ€re auch dann frĂŒher gekommen, wĂ€re nicht die Technik da eingesprungen, wo der menschliche Einsatz allein die Probleme nicht mehr meistern konnte.

Das Projekt Pollmannshof, ein gigantischer Förderturm unter Tage, ermöglichte es erst, den 10 Millionen -tonnen Fettkohlen – Vorrat unterhalb der neunten Sohle zu erschliessen.

                                                                    Hier war die Teufe bei ca. 1155 m.

Mit all dem war nun Schluss. Alt-Hamborns letzte Zeche ist der Abschluss einer Tradition die vor exakt 100 Jahren mit der Inbetriebnahme des Schachtes 1 in Alt-Hamborn 1876  ihren Anfang nahm. Die Kohle zog sich auf Raten aus Duisburg zurĂŒck. Und sie machte sich dabei wenig beliebt. Zechenschliessungen hinterliessen ratlose Bergarbeiterfamilien und ein ebenso ratloses Gemeinwesen.         

1970

                                   

Von Kohle will Duisburg nichts mehr wissen

Denkmal

Duisburg brach mit der Kohle radikal. Die ehemals stolze Stadt Montan schĂ€mte sich ihres Images. Nichts sollte mehr bleiben, was an die Kohle Vergangenheit erinnerte. Und nirgendwo wurde dies deutlicher als in NeumĂŒhl, wo man es sogar fertig brachte, alte bergmĂ€nnische Strassennamen durch beziehungslose  deutsche  StĂ€dte oder MĂ€nner zu ersetzen.  Das Unrecht, das man damit all jenen BĂŒrgern dieser Stadt zufĂŒgt, die fĂŒr die Kohle gelebt haben, wurde freilich nicht bedacht.

Der Protest dieser plötzlich Unbeliebten kam schliesslich dann offen zum Ausbruch, als die Stadt auch noch zur Vernichtung, dessen schritt, was der Bergmann stets als sein Ureigenstes  betrachtete:  Haus und Garten. 

Es kommt nicht von ungefĂ€hr, dass dem Bergbau just in NeumĂŒhl das einzige Denkmal auf Duisburger Boden errichtet wurde (ca.: 1973). Nicht etwa auf Betreiben der Stadt, sondern durch die Initiative und unter tatkrĂ€ftiger finanzieller und  ideeller UnterstĂŒtzung ehemaliger Kumpel.

Förderrad

Erst Jahre spĂ€ter, wurden etliche Seilscheiben im Stadtgebiet von Duisburg aufgestellt. Hier eine Seilscheibe in Rheinhausen. Der Bergmann hat die Rolle, die er im entmontan visierten Duisburg spielte, nicht verdient. UnzĂ€hlige  haben ihre Gesundheit (viele auch ihr Leben) fĂŒr das Gemeinwohl und damit auch fĂŒr diese Stadt, geopfert. Mit  dem Schicksal  eines  Bergmanns das fĂŒr tausend andere stehen könnte, beschĂ€ftigen sich die folgenden Zeilen:

Nachruf hat folgenden Wortlaut:

Der letzte Thyssen-Schacht ist bald passĂ©, ist abgesoffen, ist zugekippt mit schmutzig schwarzen Steinen. Die goldenen Diamanten sind lĂ€ngst heraufgeholt. Was noch unten ist, ist fĂŒr die Ratten. Fast hundert Jahre ist es her, dass die Tonne Kohle nach Millionen Jahren das Licht der Sonne sah. Inzwischen sind fast 92 Millionen Tonnen. Aber lĂ€ngst ist alles wieder in Energie zurĂŒck gewandelt worden. Geblieben ist die Erinnerung. Eine schwere, aber gute Zeit. So manches Leid musste ertragen werden.

Zwei große  GrubenbrĂ€nde in den Jahren 1973 und 1975 hĂ€tten bald der Schachtanlage das aus gebracht. War das Feuer noch so gross, es wurde gelöscht. War die Katastrophe noch so grausam, sie wurde gemeistert.  Mit TrĂ€nen in den Augen wurde so mancher Kollege zu Grabe getragen. Vergessen sind sie nicht. Die Zeit rast weiter, deckt alles zu, macht alles stumm.

Allgemeines ĂŒber die Schachtanlage Friedrich Thyssen 2/5

A.) Grubenfeld und Markscheiden

Das Grubenfeld der Schachtanlage Friedrich Thyssen 2/5 gehörte zum Felderbesitz der Friedrich Thyssen Bergbau AG. (ehemalige Gruppe Hamborn der G.B.AG). Es erstreckte sich ĂŒber eine FlĂ€che von 19.400.000 mÂČ  und entstand durch Zusammenlegung der Anlagen Friedrich Thyssen 2/5, Rhein 1, Rhein 5 und Friedrich Thyssen 1/6.

Die angrenzenden Grubenfelder lagen:

im Norden die des Verbundbergwerkes Walsum G. m. b. H  und der Schachtanlage Lohberg,

im Osten die Schachtanlage Neuoberhausen und NeumĂŒhl,

im SĂŒden die Grubenfelder Friedrich Thyssen 4/8 und Beeckerwerth und

im Westen das Feld Rheinland 2.

Zwischen dem Verbundbergwerk Walsum und der Schachtanlage Friedrich Thyssen 2/5 verlief die Markscheide, die wurde aus abbautechnischen GrĂŒnden nachtrĂ€glich berichtig. Im SĂŒden stellte die Hamborner Verschiebung eine natĂŒrliche Baugrenze dar. Die westliche Feldesgrenze verlief durch die Mitte des Rheinstromes.

B.) Geologische VerhĂ€ltnisse.

Im Baufeld der Schachtanlage Friedrich Thyssen 2/5 stand das produktive Karbon in seiner gesamten MĂ€chtigkeit an.

Im Einzelnen fallen davon auf:

                                               die Dorstener   Schichten = 320 m

                                               die Horster      Schichten =  368 m

                                               die Essener      Schichten = 396 m

                                               die Bochumer  Schichten = 150 m

Das Deckgebirge, das in diesem Baufeld das Karbon ĂŒberlagerte, war verschieden mĂ€chtig.

WĂ€hrend es im sĂŒdlichen Baufeld nur 120 m betrug, steigt seine MĂ€chtigkeit an der Nordgrenze bis zu 490 m an.

C.)  Tektonik des Karbon.

Die Schachtanlage Friedrich Thyssen 2/5  baute auf dem SĂŒdflĂŒgel der Lippemulde, die vom Zweckel  Auguste - Viktoria - Sattel aus mit regelmĂ€ssig  8-10 gon nach Norden einfiel.

Der Abbau bewegte sich in den Teufen von 600 – 1000 m. Als liegendes Flöz war Albert 2 und als Hangendes Flöz Loki aufgeschlossen.

  
Der letzte Förderwagen

Schacht 2/5 in Zahlen

Alter:  80 Jahre.

Gesamtförderung seit Bestehen: 91,5 Millionen Tonnen Steinkohle.

Belegschaften: Vier Generationen arbeiteten in der Grube.

Grubenfeld: 19,4 kmÂČ.

Nord SĂŒdstrecke  6 Kilometer - Ostwest ­ Ausdehnung  3 Kilometer

9 Sohle

Aufschiebeseite

 Hier werfen wir einen Blick in das FĂŒllort auf der 9. Sohle von Schacht 2.

Seit Jahresbeginn 1966 war das FĂŒllort in Betrieb. Wir waren hier, in rund 1000 Meter Teufe. Die Aufnahme ist wĂ€hrend der vollen Förderung gemacht. Unaufhörlich rollten damals die KohlenzĂŒge zum Schacht. Rund 2000 dieser Großraum-förderwagen, von denen jeder etwa 2,3 Tonnen Rohförderung fasste, mussten tĂ€glich hier aufgeschoben und mit den sechsstelligen Förderkörben zutage gefördert werden.

Das auffĂ€lligste an diesem Bild: man sieht keine Menschen ausser dem „Maschinisten“ in seinem GlashĂ€uschen. Er allein genĂŒgte, um die automatisierte Förderung zu bewĂ€ltigen - auch ein Zeichen der Mechanisierung.

Die unterste Sohle war die 9. Sohle, und war bei 1000 m ausgesetzt.

GrĂ¶ĂŸte Schachtteufe: war 1023 Meter.

 

Zechen in Duisburg

Zwei der bedeutendsten ZechengrĂŒnder in Duisburg, möchte ich besonders erwĂ€hnen, es waren Franz Haniel und August Thyssen.

Thyssen ĂŒbernahm die von Daniel Morian gebaute Zeche Gewerkschaft Hamborn, die 1871 in Gewerkschaft Deutscher Kaiser (Schacht 1/6) umbenannt wurde. Unter seiner Leitung wurde diese Zeche zur grössten Schachtanlage in Duisburg ausgebaut.

In Meiderich und Laar förderten die Zechen Westende und Ruhr und Rhein ab 1871 Kohle. Doch 1889 musste die Zeche Ruhr und Rhein schon stillgelegt werden.

Franz Haniel war es schon 1832/34 in Essen gelungen, mit Hilfe des Schachtbaus die Mergel - Kreideschicht zu durchstossen. Ab 1851 fĂŒhrte er Bohrungen am linken Niederrhein durch. Der Schacht Rheinpreußen I wurde 1857 abgeteuft. Die Kohleförderung begann wegen grosser Schwierigkeiten aber erst 1884. Vorher hatte der Schacht Rheinpreußen II schon mit der Förderung begonnen. Zu den Zechen, die der Familie Haniel gehörten, zĂ€hlte auch die Gewerkschaft NeumĂŒhl (gegrĂŒndet 1867)

NeumĂŒhl

                             Das Bild zeigt die Zeche NeumĂŒhl, Schacht III.

Technische Neuerungen

Möglich wurde die steigende Kohleförderung durch die technische Entwicklung. UngefĂ€hr bis zum Jahr 1900 arbeitete man unter Tage noch mit Pferden fĂŒr den Kohlentransport, Keilhammer und Schippe. Die Kohle wurde mit Schiesspulver aus dem Berg gesprengt.

Danach begann allmĂ€hlich der Einsatz von DrucklufthĂ€mmern und SchrĂ€mmaschinen. Auch FörderbĂ€nder und SchĂŒttelrutschen wurden erst nach 1900 eingefĂŒhrt. FrĂŒher förderten die Arbeiter die Kohle mit Hanfseilen und Haspeln, die mit Pferdekraft betrieben wurden.

Nach der Erfindung der Dampfmaschine konnte man diese nach 1810 auch zur Kohleförderung einsetzen.

Ausserdem konnte mit Hilfe der Dampfmaschine auch das Wasser aus den SchĂ€chten gepumpt werden. Dadurch wurde der Schachtbau ermöglicht. Nach 1850 wurde auch die Seilfahrt fĂŒr Personen eingefĂŒhrt.

Geblieben ist die Erinnerung: Bergbau in Duisburg

Schon im Jahre 1302 wurde Steinkohle verwendet. In der „Revier - Chronik“ berichtete die WAZ am 24.7. 1996, dass schon im Jahr 1361 in Duisburg Steinkohle verwendet wurde, um den Sitzungssaal des Rates und das Zimmer des Stadtschreibers zu heizen. Meist wurde die Steinkohle im Tagebau gewonnen. Erst im 17. Jahrhundert begann man allmĂ€hlich, Steinkohle im Stollenbau zufördern.

                                Zeittafel 

1361

Erste Rechnung ĂŒber Steinkohle im Haushalt der Stadt Duisburg

1792

154 Kleinzechen im Ruhrgebiet mit 1357 Arbeitern

1801

Erste Dampfmaschine zum Abpumpen des Wassers auf der Zeche Vollmond in Steele

1855

Schacht Medio - Rhein in Du-Hochfeld (keine Förderung)

1855

Schacht Java in Du-Neuenkamp (keine Förderung)

1859

Schacht Neu -Duisburg in Du-Neudorf (keine Förderung)

1860

361 Dampfmaschinen im Ruhrbergbau

1876

Beginn der Förderung auf der Zeche Gewerkschaft Deutscher Kaiser in Hamborn

1900

5227 Dampfmaschinen im Ruhrbergbau

                Zahlen zur Kohleförderung

Kohleförderung in 1000 t

Jahr

Duisburger Zechen

Ruhrgebiet

Deutschland

1880

480

22364

46974

1890

835

35517

70238

1900

2761

60119

109290

1910

6434

89089

151073

Grubenpferd

Duisburger Zechensterben

Seit Beginn der Bergbaugeschichte sind auf dem Gebiet von Alt - Duisburg, zahlreiche Schachtanlagen geschlossen worden.

Es waren dies:

Schacht Westende I/II in Meiderich

Schacht Friedrich Thyssen 1/6,

Schacht 3/7 in Bruckhausen,

Schacht  NeumĂŒhl,

Schacht 4/8 in Alt-Hamborn,

Schacht 1/2 in Beeckerwerth,

Schacht Westende III/IV

Schacht 2/5 in Marxloh.

Schacht Walsum ab 1. Juli 2008

Die Ă€lteste Schachtanlage in Duisburg  war: Westende I/II  in Meiderich – nĂ€he Viehhof, geteuft 1856.

 Die Ă€lteste Schachtanlage in Hamborn war Friedrich Thyssen 1/6, die 1876 die Förderung aufnahm.  

Die Anlage Beeckerwerth 1/2  war die jĂŒngste  Zeche gewesen, von Alt - Duisburg. Sie nahm die

Förderung erst 1922 auf und wurde nach 41 Jahren 1963 still gelegt.

Die Schachtanlage Walsum, war nach der Eingemeindung im Jahre 1975 - die jĂŒngste Zeche.

33 Jahre nach der Eingemeindung von Walsum, wurde auch dieser Schacht im Juni 2008 geschlossen.

Damit ist die Stadt Montan Bergfrei, was 1855 begann endete im Juni 2008.

Zum letzten Male

Herbstfest auf dem Hamborner – Schacht 2/5

Steigerchor 1

Zum letzten Male feierte die Vereinigung der Angestellten der Schachtanlage Friedrich-Thyssen 2/5 in Hamborn Ihr traditionelles Herbstfest. Mit Stilllegung der Zeche am 15. Dezember 1976 hat sich auch dieser Verein aufgelöst.

In der Dinslakener StadtschĂ€nke traf man sich zum letzten Herbstfest.

Den Höhepunkt bildete der „Abgesang des Steiger Chores“ unter der Leitung von Kurt Gajewski. In der als BĂŒhnenbild dargestellten Stammkneipe „Fallender Förderturm“ parodierte die Gruppe Ereignisse vergangener Tage. Die Darbietungen wurden immer wieder vom stĂŒrmischen Applaus des Publikums unterbrochen.

Mit der Schachtanlage löste sich auch der Steiger Chor auf!

Einige Aufnahmen der Schachtanlage

Thyssen Schacht 2 Kaue 2-5
Pferd 12
Schacht 2 oben Schacht 5 unten 6. Sohle Schacht 5. - 8. Sohle
Brandt
Lampenstube 2-5
Wetterriss 2 Durchschlag 9. S
Durchschlag 1963
Neubergmann
SĂŒdkorea
Koreaner
Japaner

September 1964 kamen fĂŒr 3 Jahre Koreanische Bergleute zur Ausbildung

Japaner 1

Japanische Bergmann bei der Strebarbeit in den 60 er Jahren auf Thyssen 2/5

Zollverein
Ladestelle 8. Sohle
Hochkipper 7. Sohle
E- Berg
3. Sohle 1
Romy Schneider
Bergkapelle
Treppe 2-5
Pollmannshof
GerÀteraum 2-5 Thyssen von oben 1934
b13
Wetterriss


Ein wichtiger Abschnitt in der Ausrichtung der 9. Sohle
der Schachtanlage Friedrich Thyssen 2/5

Am 26. November 1963
wurde der wetter- und fördertechnisch dringend benötigte Durchschlag der Richtstrecke aus der 2. Östliche Abteilung mit dem FĂŒllort der 9. Sohle des Schachtes 2 erreicht.
Dieser Tag ist fĂŒr die WetterfĂŒhrung der Schachtanlage Friedrich Thyssen 2/5 von ausschlaggebender Bedeutung dadurch geworden, dass die Betriebe in der 2. östlichen Abteilung nach Norden, die bisher ĂŒber den Schacht Pollmannshof abfallend bewettert werden mussten, nunmehr direkt von der 9. Sohle Schacht 2 bewettert werden können. Hierdurch sind in den Betrieben der Flöze Zollverein 8 und Zollverein 5 erheblich bessere klimatische Bedingungen eingetreten.
Trotz der direkten Frischwetterzufuhr ist es jedoch bei der Teufe von 1000 m nicht sofort möglich, fĂŒr die Betriebe normale Arbeitszeit zu schaffen. Erst durch den Einsatz von Wetter -KĂŒhlmaschinen wird dieser erstrebenswerte Zustand erreicht werden.
Mit der Ausrichtung der 9. Sohle wurde bereits im Jahre 1939 durch das Abteufen des Schachtes Pollmannshof in der 2. östlichen Abteilung von der B. zur 9. Sohle begonnen. Im Jahre 1943 wurde der 2. östliche Abteilungsquerschlag nach Norden aufgefahren, wÀhrend zur gleichen Zeit der Schacht Wehofen 1 von der 8. zur 9. Sohle tiefer geteuft wurde.

Der Durchschlag des Querschlags nach Norden vom Schacht Pollmannshof mit dem Querschlag nach SĂŒden vom Schacht Wehofen 1 erfolgte zu Anfang des Jahres 1949. Zu diesem Zeitpunkt begann ebenfalls das weiter-abteufen des Schachtes Friedrich Thyssen 2 zur 9. Sohle, die im Mai 1950 erreicht wurde.
In der anschliessenden Zeit wurde mit hĂ€ufigen Unterbrechungen von Schacht 2 aus der Hauptquerschlag nach SĂŒden aufgefahren, bis im Jahre 1960 der Durchschlag mit dem Gesenk in der Hauptabteilung nach SĂŒden von der B. zur 9. Sohle erfolgte.
Durch das Sohlenniveau, das der 9. Sohle am Schacht Pollmannshof gegeben wurde, war das Niveau der 9. Sohle am Schacht 2 festgelegt.
In Pollmannshof waren standfeste Gebirgsschichten angefahren worden, wĂ€hrend man am Schacht 2 in diesem Niveau außerordentlich schwierige GebirgsverhĂ€ltnisse antraf, die das zĂŒgige Auffahren des FĂŒllorts und der QuerschlĂ€ge nach Norden und SĂŒden durch anomales Quellen der Sohle erheblich beeintrĂ€chtigten. Nachdem viele Versuche, diese GrubenrĂ€ume in kleinerem Querschnitt mit normalen Streckenbögen auszubauen, fehlgeschlagen waren, wurden diese Strecken unter Einbringung von Sohlenringen im Herzbruch - Beton Formstein - Ausbau ausgebaut. Diese Arbeit ging und geht naturgemĂ€ĂŸ nur sehr langsam voran.
Mit der allmĂ€hlichen Verlagerung des Abbaus auf die 9. Sohle in der 2. östlichen Abteilung wĂ€re inzwischen ein Wetterdurchschlag zwischen der Haupt- und der 2. östlichen Abteilung dringend erforderlich geworden. Zu Anfang des Jahres 1962 wurde die Richtstrecke aus der 2. östlichen Abteilung in Richtung auf die Hauptabteilung angesetzt. Nach Auffahrung von fast 1000 m erfolgte dann am 26. 11. 1963 der Durchschlag. Nicht nur wegen der hier herrschenden Temparatur (es wurden Gebirgstemperaturen von 44° und mehr gemessen), sondern auch wegen des quellenden Liegenden kamen auch hier die Auffahrungsarbeiten nicht so zĂŒgig wie wĂŒnschenswert voran.-
Da auf der 9. Sohle sichere Anschlusspunkte nicht vorhanden waren, musste die markscheiderische Messung an sichere Punkte auf der 8. Sohle angeschlossen und von dort aus eine Neuorientierung der 9. Sohle vorgenommen werden. Der hierfĂŒr erforderliche Messweg hat insgesamt 7,75 km betragen. Eine nach dem Durchschlag ausgefĂŒhrte Kontrollmessung ergab, dass Ort und Gegenort, die in unterschiedlicher Sohlenbreite aufgefahren wurden mit einer Genauigkeit von 25 cm quer zur Auffahrrichtung ausgekommen waren. Die Durchschlagsangabe stellt eine gute Markscheiderische Leistung dar.

 

Schacht 5 Fallender Turm 5

UnschÀtzbar ist, was niemals wiederkehrt. (Goethe )

1976: Im Dezember fuhren die Bergleute der Zeche Friedrich Thyssen 2/5 zur letzten Schicht ein. Wie an vielen Bergbau-Standorten im Revier wurden die Förderanlagen anschließend beseitigt. Die FördertĂŒrme, fĂŒr Jahrzehnte Wahrzeichen der Region, fielen der Kunst der Sprengmeister zum Opfer. In Hamborn blieb eines der FördergerĂŒste erhalten, in Homberg sogar ein noch Ă€lterer Malakoff-Turm.

Moschee
Grillfest 2010
Garden
Schacht Thyssen Gelb weiß
Schacht Thyssen Gelb weiß.1 JPG
JHV 2 2012
JHV 2012
Ausweis Grubenwehr
Grubensteiger
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