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Das Mitterberggebiet (bei Bischofshofen, Österreich) zählt zu den Klassikern der österreichischen Montanarchäologie: Die eindrucksvollen Geländebefunde verbinden sich hier mit einer sehr langen und erfolgreichen Forschungstradition, die bis in die siebziger Jahre des 19. Jh. zurückgeht. Das Gebiet um den Mitterberg gilt als einer der grossen Produzenten des bronzezeitlichen Kupfers. Grundlage dafür waren die seit dem späten 4. Jt. v. Chr. dort abgebauten, überaus reichen Kupferkieslagerstätten, die zu den grössten des Alpenraumes zählen und stellenweise eine Mächtigkeit von bis zu 4 m erreichten. Mit einer Gesamtausbeute von mindestens 10000 t Rohkupfer nahm das Revier eine dominante Stellung ein, versorgte es wahrscheinlich grosse Teile des nordalpinen Raumes mit dem Rohstoff. Entsprechend bedeutsam ist die damit einhergehende Frage nach der Einbindung dieses Großproduzenten in das wirtschaftliche und siedlungsgeschichtliche Umfeld, insbesondere die logistische und technische Organisation der verschiedenen Produktionsschritte und die Gründe für das Auf und Ab der Kupferproduktion.
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