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Der Athurstollen

Die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition Kamp-Lintfort,

waren vom 3. Oktober - 16. Oktober 2010 und vom 14. August - 28. August 2011

wieder zur Hilfestellung im Prähistorischer Kupferbergbau Arthurstollen/Mitterberg in Österreich

Der 1907 angeschlagene Arthurstollen durchquert den Höhenrücken des Einödberges zwischen Mühlbach und St. Johann im Pongau.
Der Stollen diente zur Erschließung der Kupfererzvorkommen im Südrevier des Mitterberger Kupfererzbergbaues sowie zum Transport des Erzes von Mühlbach zum Hüttenbetrieb in Mitterberghütten. Eine Umlaufseilbahn beförderte die Erze vom ostseitigen Stollenmund direkt in die Schmelzhütte. Im Jahre 1928 erhielt der Stollen noch eine dritte Funktion: In einer Rinne an der Sohle des Arthurstollens wurde Wasser des Mühlbaches für die Stromgewinnung in das Salzachtal übergeleitet. Auf Grund dieser Wasserführung blieb der Arthurstollen auch nach der endgültigen Schließung des Kupferbergbaues (1975-1977) erhalten. Erst nach dem Bau eines neuen Druckstollens zwischen Mühlbach und dem Salzachtal 1988 verlor der Arthurstollen auch diese Funktion und sollte ebenfalls verschlossen werden. Durch die Gründung des Vereines "Montandenkmal Arthurstollen", der sich die Erhaltung der historischen Bergbauanlagen am Einödberg zum Ziel gesetzt hat, konnte die drohende Verschließung verhindert werden. Durch umfassende Sanierungs- und Sicherungsarbeiten in den Jahren 1992-1995 gelang es, einen Stollenabschnitt von rund einem Kilometer Länge für Besucher zugänglich zu machen.

Für die Wissenschaft sind die prähistorischen Abbauspuren im Arthurstollen von größter Bedeutung. Rund 400 m vom Salzach-seitigen Mundloch entfernt sind durch den Stollen prähistorische Abbauräume aufgeschlossen. Untersuchungen von Holzproben ergaben ein Alter von rund 3700 Jahren. Durch die konservierende Wirkung der Kupferverbindungen haben sich Holzeinbauten - Stempel, Bühnen - vorzüglich erhalten. Im weiteren Stollenverlauf werden Einblicke in Bergbautechnik und Abbaumethoden am Beginn unseres Jahrhunderts vermittelt. Das ehemalige Wasserschloss des Arthurwerkes, ein interessanter

Arthurstollen Wasserschloß
            Industriebau aus den zwanziger Jahren, dient als Informations- und Sammelraum für Besuchergruppen.

Das Mitterberggebiet (bei Bischofshofen, Österreich) zählt zu den Klassikern der österreichischen Montanarchäologie: Die eindrucksvollen Geländebefunde verbinden sich hier mit einer sehr langen und erfolgreichen Forschungstradition, die bis in die siebziger Jahre des 19. Jh. zurückgeht. Das Gebiet um den Mitterberg gilt als einer der grossen Produzenten des bronzezeitlichen Kupfers. Grundlage dafür waren die seit dem späten 4. Jt. v. Chr. dort abgebauten, überaus reichen Kupferkieslagerstätten, die zu den grössten des Alpenraumes zählen und stellenweise eine Mächtigkeit von bis zu 4 m erreichten. Mit einer Gesamtausbeute von mindestens 10000 t Rohkupfer nahm das Revier eine dominante Stellung ein, versorgte es wahrscheinlich grosse Teile des nordalpinen Raumes mit dem Rohstoff. Entsprechend bedeutsam ist die damit einhergehende Frage nach der Einbindung dieses Großproduzenten in das wirtschaftliche und siedlungsgeschichtliche Umfeld, insbesondere die logistische und technische Organisation der verschiedenen Produktionsschritte und die Gründe für das Auf und Ab der Kupferproduktion.

Innerhalb des gesamten Montangebietes kommt dem Ensemble "Arthurstollen-Höchbauer" aufgrund seiner Quellenvielfalt eine herausragende Bedeutung zu. Hier wurde eine vergleichsweise kleine, geochemisch sehr charakteristische Lagerstätte (der sog. "Brandnergang") ausgebeutet. Während der Anlage des modernen (rezenten) Arthurstollens in den 20er Jahren des 19. Jh. wurden Teile der bronzezeitlichen Bergwerke entdeckt, rudimentär erschlossen und dokumentiert. Hierbei handelt es sich um die einzigen noch zugänglichen Abbaue im Gesamtrevier. Mit etwa 190 m Seigerteufe sind die im Arthurstollen aufgeschlossenen Gruben zudem die tiefsten Bergbaue der Bronzezeit überhaupt.
Erst ca. 160 Jahre später, genauer seit den 1980er Jahren
fanden verstärkt Forschungsaktivitäten statt; 1991/1992 setzten Grabungsaktivitäten unter Leitung von C. Eibner ein, die seit 2002 in Kooperation mit dem Deutschen Bergbau-Museum und durch Unterstützung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie der Wilhelm Mommertz -Stiftung in größerem Ausmaß fortgeführt werden konnten. Neben den Untertage Ausgrabungen wurden auch obertägig umfangreiche Prospektions- und Vermessungsarbeiten aufgenommen. Die Arbeiten werden die Kenntnisse zum sog. Südrevier entscheidend erweitern, und bilden einen ersten Nukleus für weitere Forschungen im gesamten Revier des Mitterberges.
 

Die unter der Leitung von Pro. Dr. Thomas Stöllner durchgeführten Untersuchungen sind seit März 2007 Teil eines überregionalen und interdisziplinären Spezialforschungsbereiches (SFB) mit Sitz in Innsbruck. Unter dem Dach des SFB HiMAT (The History of Mining Activities in the Tyrol and Adjacent Areas - Impact on Environment & Human Societies) kooperieren Forscherinnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz eng miteinander, um den Themenkomplex Bergbau ganzheitlich und über die Ansätze der einzelnen Disziplinen hinaus gehend zu bearbeiten. Neben Archäologie und Archäometrie sind Geschichte, Sprachforschung und Ethnologie Teil des Forschungsverbundes.
Die Grabungskampagnen haben den bronzezeitlichen stark verzweigten Gangbergbau an allen noch zugänglichen Stellen untersucht und dokumentiert. Der bisher tief gelegene Grubenraum erstreckt sich bis 15 m unter der rezenten Arthurstollen-Sohle. Er ist in einer tektonischen Störzone aufgefahren und enthält noch wohlerhaltene Versatzbühnen und Stempelverzimmerungen. Der höchst gelegene noch offene Grubenhohlraum besitzt eine Gesamthöhe von 15 m und liegt oberhalb des rezenten Stollens. Seine Firste ist aber an dieser Stelle schon nicht mehr Kupfer führend, ein Zeichen für den kompletten Abbau der Lagerstätte in diesem Bereich.

Insgesamt lässt sich der alte Bergbau in zwei Abbaubereiche trennen, den sog. östlichen und westlichen Gangtrumm. Dazwischen verhielt sich der Erzgang "absetzig". Beide Bereiche waren durch ein Streckensystem verbunden, das höchst raffiniert angelegt war. Eine Strecke wurde vom östlichen Gangtrumm aus nach Nordwesten angelegt, um sich nach ca. 13 m zielgerichtet mit einer vom westlichen Gangtrumm entgegenkommenden Strecke zu verbinden (sog. Ingenieurbau).

Bergleute des Vereins für Bergbauliche Tradition Niederrhein e.V. in Kamp Linfort konnten im Jahr 2010 die Mauerungs- und Zimmerungsarbeiten im Stollen vornehmen. Die Sanierungsarbeiten werden im Jahr 2011 mit einigem Glück und der von Bundes - Denkmalamt Österreich, den Gemeinden und dem Land Salzburg in Aussicht gestellten Förderungen in einem Teilabschnitt abgeschlossen. Die Anstrengungen sollen zu einer Wiedereröffnung eines ersten Teilabschnittes der Führungsstrecke im Arthurstollen führen.

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Hochkeilhaus 2011

Mitten in der Natur - Das Hochkeilhaus und das Haus Berghof liegen mitten im Herzen von Salzburg. In 1.400 Meter Seehöhe schmiegen sich die Häuser an den Fuß des Hochkönigs (2.941 m), mit Panoramablick auf die beeindruckenden Felsformationen der Mandlwand. Auf dem imposanten Kalksteinblock des Hochkönigs thront ein kleiner Gletscher,. Die Faszination dieser ursprünglichen Bergwelt hinterlässt unvergessliche Eindrücke.

Es war eine Interessante Aufgabe mal in einem Erzgang, die Archäologen zu Helfen. Auch durch unsere Ausbauarbeit, kamen die Archäologen mit den Ausgrabungen zügig voran.

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