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Schächte in Hamborn
Schacht 1, Hamborn (nordwestlich vom Bahnhof Neumühl) 1871 Teufbeginn und im gleichen Jahr umbenannt in Schacht Deutscher Kaiser 1, 1874 erreicht dieser Schacht bei 129 m Teufe das Karbon, 1876 in Betrieb, 1958 verfüllt.
Schacht 2, Aldenrade, 2,1 km nordwestlich von Schacht 1, 1888 Teufbeginn , 1890 Fliesssand - Einbruch, der Schacht säuft ab und wird daraufhin gesümpft, 1894 erreicht er bei 234 m das Karbon, 1896 in Betrieb, 1977 verfüllt.
Schacht 3, Bruckhausen, 2,3 km westlich von Schacht 1, 1889 Teufbeginn, 1892 erreicht dieser Schacht bei 176 m Teufe das Karbon, 1895 in Betrieb, nach 1963 verfüllt.
Schacht 4, Wittfeld, 1,6 km südlich Schacht 1, 1899 Teufbeginn, 1902 erreicht dieser Schacht bei 122 m Teufe das Karbon, 1903 in Betrieb, 1959 stillgelegt, 1960 verfüllt.
Schacht 5, neben Schacht 2, 1901 Teufbeginn, 1908 erreicht dieser Schacht bei 237 m Teufe das Karbon, 1910 in Betrieb, 1977 verfüllt.
Schacht 6, neben Schacht 1, 1903 Teufbeginn, 1905 erreicht dieser Schacht bei 119 m Teufe das Karbon, 1908 in Betrieb, 1977 verfüllt.
Schacht 7, 200 m südlich von Schacht 3, 1905 Teufbeginn, 1906 erreicht dieser Schacht bei 168 m das Karbon, 1907 in Betrieb, nach 1963 verfüllt.
Schacht 8, neben Schacht 4, 1905 Teufbeginn, die Arbeiten werden später jedoch wieder gestundet, 1922 erneuter Teufbeginn, 1924 erreicht dieser Schacht bei 180 m Teufe das Karbon, 1925 in Betrieb, 1960 verfüllt.
Spülschacht Nr. 1 Ottostraße 1906 Teufbeginn, 1908 in Betrieb, Verfüllung nicht bekannt.
Spülschacht Nr. 2 Pollmannshof, 1,5 km östlich der Schachtanlage 2/5 1907 Teufbeginn, 1910 erreicht dieser Schacht bei 250 m das Karbon, 1911 in Betrieb, 1962 aufgegeben und bis 8. Sohle verfüllt.
Spülschacht Nr. 3 Rönsberghof, in Duisburg- Beeck, 1908 Teufbeginn, 1910 in Betrieb, 1915 selbständige Zeche Rönsberghof, 1964 aufgegeben und verfüllt.
Spülschacht Nr. 4 Matenastraße, Alsum, 600 m nordwestlich der Schachtanlage 3/7, 1911 Teufbeginn, 1912 erreicht dieser Schacht bei 148 m das Karbon, 1913 in Betrieb, 1918 stillgelegt, 1936 aufgegeben.
Spülschacht Nr. 5 Lohhof 1914 Teufbeginn, 1916 in Betrieb, 1936 aufgegeben.
Chronologisches
Nachdem 1856 die ersten Bohrungen fündig geworden sind, wird Mutung eingelegt.
Das Feld Sanssouci I wird 1858 verliehen. Im Jahr darauf erfolgt die Verleihung der Felder Sanssouci II-VI, Holland, Holland II, Holland III-V, Holland VI. Sie werden zu Rheinland (14,7 km²) konsolidiert. Des Weiteren werden die Felder Hamborn I-III, Hamborn VII und Hamborn VIII verliehen. Das Feld Hamborn VI wird 1860 und das Feld Hamborn IV 1861 verliehen. 1866 folgt dann die Verleihung des Feldes Neu-Düppel.
Die Hamborn-Felder werden 1867 zum Grubenfeld Hamborn konsolidiert, das eine Gesamtgrösse von 10,6 km² hat. Die Umbenennung der sich inzwischen formierten Gewerkschaft Hamborn in Gewerkschaft Deutscher Kaiser erfolgt 1871. Daraus resultierend wird die Zeche in den Jahrzehnten danach Deutscher Kaiser genannt. 1876 erhält die Zeche einen Bahnanschluss.
Das Feld Walsum wird 1887 verliehen und im Jahr darauf die Felder Walsum II-III. Die Felder Deutscher Kaiser, Rheinland, Walsum I-IV und Neu - Düppel werden 1889 zu Deutscher Kaiser konsolidiert. das gesamte Grubenfeld beläuft sich jetzt auf 34 km². 1902 bis einschliesslich 1918 ist Deutscher Kaiser die grösste Zeche im Ruhrrevier.
1903 wird der Abbau auf Schacht 4 wegen Bergschäden nur mit dem Vollversatz verfahren zugelassen. Das Grubenfeld wird geteilt in Deutscher Kaiser (Südteil mit insgesamt 27,9 km² Größe) und Rhein I (6,2 km²), das abgetrennt wird.
Das Feld Beeckerwerth wird 1912 verliehen. Ein Jahr später ist das Grubenfeld 28 km² groß. 1914 verfügt die Zeche über 7 Förderschächte und 5 Spülschächte.
Der Spülschacht Nr. 3 (Schacht Rönsberghof) wird 1915 als selbständige Schachtanlage Rönsberghof ausgegliedert. Die Konsolidation der Felder Beeckerwerth und Deutscher Kaiser zur Zeche Friedrich Thyssen 2/5 erfolgt im Jahre 1919.
Das Grubenfeld ist jetzt 28,9 km² Gross. 1920 bis einschließlich 1931 ist Friedrich Thyssen die Größte Zeche im Ruhrrevier.
Ein Teil des Grubenfeldes der angrenzenden Schachtanlage Rönsberghof wird 1926 übernommen. Die Schachtanlage 1/6 wird als Förderstandort 1927 aufgegeben und das Baufeld auf die Schachtanlagen 2/5 und 4/8 aufgeteilt. Die Schächte bleiben weiterhin für Seilfahrt, Wetterführung etc. offen.
1928 kommt es zu bedeutenden Bewegungen im Feldesbesitz der Zeche. Das Feld der stilliegenden Zeche Wehofen einschließlich der Schächte wird übernommen.
Ein Teilfeld von Friedrich Thyssen wird an Neu - Oberhausen (später Franz Haniel) abgegeben, während ein Feldesteil der Markscheide Zeche Neumühl übernommen wird. Während des Umbaus der Schachtanlage 2/5 wird ab 1929 in den Schächten Wehofen 1 und 2 Kohle gefördert.
Die Schachtanlage 3/7 wird als Förderstandort 1931 stillgelegt. Die Schächte 3 und 7 sowie die Spülschächte Matenastraße und Beeckerwerth - Nordost werden zusammen mit dem Baufeld an die Zeche Beeckerwerth abgegeben. Die Kokerei bleibt jedoch im Besitz von Friedrich Thyssen.
Auf der Schachtanlage Wehofen werden 1933 die meisten Tagesanlagen abgerissen und die beiden Schächte abgedeckt. Allerdings gehen beide Schächte ab 1936 als Wetterschächte wieder in Betrieb.
Schacht 4 wird im Jahr 1944 durch Bombenangriffe zerstört.
Dort säuft auf Grund dessen die 8. Sohle ab. Nach dem Krieg im Jahre 1945 wird dann auch die Kokerei auf der Schachtanlage 3/7 an Beeckerwerth abgegeben.
Eine Richtstrecke zur Wasserlösung wird von Friedrich Thyssen 2/5 1975 zur Zeche Walsum hin aufgefahren. Nach insgesamt 1,222 km erreicht diese Strecke ein Jahr später seinen Endpunkt.
Am 15. Dezember 1976 wird Friedrich Thyssen 2/5 stillgelegt. Die Schachtanlage Wehofen mit seinen Schächten 1 und 2 wird an Walsum abgegeben.
1977 wurden die Tagesanlagen auf der verbliebenen Schachtanlage 2/5 abgerissen und die Schächte nachfolgend verfüllt.
Nennenswerte Unglücke:
12. April 1909 Schlagwetterexplosion auf der Schachtanlage 2/5 mit 5 Todesopfern
28. November 1911 Schlagwetterexplosion auf der Schachtanlage 3/7 mit 16 Todesopfern.
8. November 1915 Kohlenstaubexplosion auf der Schachtanlage 3/7 mit 20 Todesopfern
18. Mai 1918 Schlagwetterexplosion auf der Schachtanlage 3/7 mit 20 Todesopfern
28. Juli 1923 Seilriss bei der Seilfahrt auf der Schachtanlage 4/8 mit 7 Todesopfern
18. Februar 1926 Strebbruch auf der Schachtanlage 2/5 mit 3 Todesopfern
26. November 1929 Wasserdurchbruch auf der Schachtanlage 3/7 mit 4 Todesopfern
27. Januar 1938 Steinfall in einer Strecke auf der Schachtanlage 4/8 mit 4 Todesopfern
Mit der Eingemeindung von Walsum 1975, hatte die Stadt Duisburg aber wieder eine fördernde Schachtanlage.
Nach 33 Jahren war auch hier im Juni 2008 Schluss mit der Kohlenförderung
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